Ebenbürtig mit dem Meister!

Das Gipfeltreffen gegen den amtierenden deutschen Meister aus Berlin war das erwartet schwere Spiel für die HYPO TIROL AlpenVolleys. In der Starting 6 gab es die erste Überraschung des Abends: Sašo Štalekar startete für den verletzten Pedro Frances. Weitere sollten in diesem Spiel noch folgen.

Im ersten Durchgang hielt man zunächst gut dagegen und lag bis zur zweiten technischen Auszeit knapp in Führung (16:15). Anschließend segelten zwei Angriffe von Jérôme Clère ins Aus, Headcoach Chrtiansky nahm die Auszeit (17:19). Den Gästen unterliefen nun keine Fehler mehr, sie sicherten sich den Satz mit 22:25.

Die AlpenVolleys starteten besser in den nächsten Durchgang. Mit zwei Blockpunkten ging man in Führung, Ex-Kapitän Dougi da Silva baute diese mit seinem Service noch aus (5:2). Der Vorsprung konnte bis auf ein komfortables 15:7 ausgebaut werden, ehe Berlins Headcoach Cédric Enard reagierte und Zuspieler Grankin für Puyol brachte. Das Spiel des Meisters wurde besser, die AlpenVolleys hielten allerdings weiterhin gut dagegen. Beim Stand von 24:19 dann die ersten Satzbälle für die Hausherren! Der Servicefehler von Benjamin Patch bringt den HYPO TIROL AlpenVolleys den Satzausgleich (25:20).

Sergey Grankin startete für Berlin in Satz Drei und dann schlug dessen große Stunde. Die 1300 Zuschauer in der Innsbrucker Olympiahalle kamen voll auf ihre Kosten, als die BERLIN RECYCLING Volleys ihren Ansprüchen gerecht wurden und zeigten, warum sie verdienter deutscher Meister und comdirect Supercupsieger sind. Mit sechs Punkten enteilten die Gäste (5:11), ehe Niklas Kronthaler mit einer starken Serviceserie sein Team bis auf einen Punkt heranbrachte (13:14). Die AlpenVolleys mussten weiterhin einem Rückstand hinterherlaufen, den Berlin letztlich sicher über die Zeit und in den Satzgewinn (20:25) rettete.

Anschließend verlief die Partie wieder ausgeglichener, die AlpenVolleys kamen besser zurecht als noch im Satz zuvor. Das Ass von Jérôme Clère, das zum Stand von 19:16 über die Netzkante kullerte, brachte die Gastgeber schließlich auf die Siegerstraße in Satz Vier. Ein weiterer Punkt per Block durch den französischen Außenangreifer bescherte die ersten Satzbälle (24:21), der zweite brachte den erneuten Satzausgleich.

Der Kampf der Giganten fand im Entscheidungssatz dann seinen würdigen Höhepunkt. Kein Team konnte sich absetzen, bis Berlins Tuia zum Service schritt und den BERLIN RECYCLING Volleys wichtige Punkte einbrachte. Die Gäste nutzten den zweiten Matchball zum 3:2 Erfolg über die HYPO TIROL AlpenVolleys.

General Manager Hannes Kronthaler zeigte sich nach dem Spiel positiv überrascht von der Leistung seiner Mannschaft: “Ich hätte nicht gedacht, dass wir in der jetzigen Verfassung schon so knapp an Berlin dran sind. Das Team hat unsere taktischen Vorstellungen perfekt umgesetzt, das macht Lust auf Mehr!”

Weiter geht es für das Team von Headcoach Stefan Chrtiansky am Sonntag, den 27. Oktober, bei den SWD powervolleys Düren. Diese liegen nach einem Sieg im ersten Saisonspiel auf Rang Sechs in der Tabelle der Volleyball Bundesliga, spielen aber am Donnerstag, den 24. Oktober, noch gegen die Helios GRIZZLYS Giesen (ab 19.10 Uhr live bei Sport1).

HYPO TIROL AlpenVolleys Haching – BERLIN RECYCLING Volleys 2:3 (22:25, 25:20, 20:25, 25:22, 12:15)

Topscorer: Paulo 28 Punkte, Clere 16

MVP: Paulo (Silber), Sergey Grankin (Gold)