203 Zentimeter finnische Blockpower

Cupsieger in Frankreich, Meister und Cupsieger in Italien, Champions League-Halbfinalist, finnischer Meister und Pokalsieger. Die Trophäenausbeute unseres neuen Mittelblockers Tommi Siirilä hat bereits Einiges vorzuweisen. Zur neuen Saison kommt der finnische Nationalspieler von VaLePa Sastamala (FIN), dem Klub, für den auch Florian Ringseis vor seinem Wechsel zu den AlpenVolleys auflief.

AlpenVolleys: Unser Gegner für das Sechzehntelfinale im CEV Cup steht noch nicht fest. Würdest du lieber gegen deine alten Mannschaftskollegen aus Sastamala spielen oder eine neue Herausforderung gegen Soligorsk aus Weißrussland annehmen?

Tommi: “Das ist natürlich eine schwierige Frage. Ich wünsche den Jungs aus Finnland nur das Beste und das Erreichen der Champions League Gruppenphase. Auf der anderen Seite wäre das natürlich ein Highlight, wenn ich gegen sie spielen könnte. Es wäre schön, weil ich meine Freunde und Familie in Finnland treffen könnte.”

AV: Champions League Halbfinale, Weltmeisterschaft und in diesem Sommer Europameisterschaft. Du hast schon an vielen großen Turnieren teilgenommen, was war dein Highlight?

T: “Vor allem die Spiele im Nationalteam. Es waren bisher viele großartige Spiele und schöne Momente in den Jahren, in denen ich dabei bin. Es ist natürlich schwer für uns, weil wir nicht so erfolgreich sind wie Slowenien z.B. (lacht), aber mit der Qualifikation für die letzten beiden Weltmeisterschaften haben wir gezeigt, dass wir ein starkes Team haben. Außerdem macht es einen Unterschied, ob du in der Champions League auf der Bank sitzt, weil du Auswechselspieler für jemanden wie Marko Podraščanin bist, oder ob du dann selber auf dem Feld stehen kannst.”

AV: Dein Mitspieler aus der Nationalmannschaft, Antti Rokainen, spielt für die SVG Lüneburg ebenfalls in der Volleyball Bundesliga. Freust du dich auf diese Spiele?

T: “Ja, auf jeden Fall. Ich kenne ihn sehr gut, er hat eine gute Einstellung und ich glaube, dass er viel erreichen kann mit seiner Mannschaft. Noch mehr freue ich mich aber auf die Begegnungen mit Düren. Dort spielt einer meiner besten Freunde,  Niklas Seppänen. Ich bin froh, dass er nach seiner Verletzung zurückgekommen ist.”

AV: Nach dem Gewinn der finnischen und der italienischen Meisterschaft, glaubst du, die AlpenVolleys können es diese Saison bis ins Finale schaffen?

T: “Es wird eine große Herausforderung für unsere Mannschaft. Aber wir sind eine starke Truppe, die vielleicht sogar noch mehr zeigen kann, als die AlpenVolleys in den vergangenen Jahren. Wir wollen in jedem Wettbewerb so weit wie möglich kommen und meiner Meinung nach haben wir die Qualität dazu!”

AV: Dein jüngerer Bruder spielt ebenfalls Volleyball, in der zweiten finnischen Liga. Ist er gut genug, auch Profivolleyballer zu werden?

T: “Ich bin mir nicht ganz sicher, er ist ein ganz anderer Spielertyp als ich. Er ist Außenangreifer, kann gut servieren und annehmen, ist aber noch jung. In Finnland ist das schwierig: wenn du Profi werden willst, musst du bei einem guten Klub spielen. Ich würde mich sehr freuen, wenn er den Sprung schafft und ich irgendwann einmal gegen ihn spielen kann.”