Niederlage – oh wie schade!

Die HYPO TIROL AlpenVolleys haben gegen die United Volleys Frankfurt einen fünf Satz Krimi mit 2:3 (25:20/17:25/25:19/23:25/10:25) verloren. Vor 900 Fans in der Olympiahalle konnte die Truppe von Stefan Chrtiansky nur einen Punkt im Kampf um die Tabellenspitze wettmachen. Damit hat Friedrichshafen morgen die Möglichkeit gegen den VCO Berlin die Tabellenführung zu übernehmen. Topscorer war einmal mehr der Russe Kirill Klets mit 22 Punkten.

Im ersten Satz legten die Hausherren mit einem wahren Angriffsfeuerwerk los und spielten sich schnell einen 3-Punkte-Vorsprung heraus. Mit sogar sechs Punkten Unterschied gingen die AlpenVolleys in die zweite technische Auszeit. Damit war der erste Satz eine klare Angelegenheit für die Hausherren. Weniger berauschend war dann der zweite Durchgang. Frankfurt ging jeweils zu den technischen Auszeiten in Führung und gab diese auch nicht mehr aus der Hand. Ziemlich deutlich holte sich die Truppe von Stelio DeRocco den zweiten Satz mit 17:25.

Frankfurt roch „Lunte“ und spielte befreit und mit viel Lockerheit im dritten Satz auf. Bis zum Stand von 12:13 lagen die Uniteds immer in Führung. Dann wechselte Headcoach Stefan Chrtiansky Kapitän Dougie Da Silva für Pedro Frances ein. Der Kapitän zeigte sofort Präsenz am Feld und drehte mit seiner Mannschaft den Satz. Mit 25:19 stellten die AlpenVolleys auf 2:1. Nach der souveränen Leistung im dritten Durchgang glaubte man an einen klaren Sieg der AlpenVolleys. Aber da hat die Truppe von Stefan Chrtiansky die Rechnung ohne Taktikfuchs Stelio DeRocco gemacht. Der Coach der Frankfurter schaffte es, sein Team noch einmal nach vorne zu pushen. Zwar gingen die „Dunkelblauen“ mit 10:7 in Führung, versäumten es aber, den Sack zu zu machen. Die Uniteds glichen zum 11:11 aus. Es entwickelte sich ein wahrer Schlagabtausch. Beim Stand von 19:19 fanden die AlpenVolleys kein Mittel mehr gegen die stark aufspielenden Gäste. Es gelang den Hausherren zwar noch einmal der Ausgleich zum 23:23, aber Frankfurt verwertete den ersten Satzball zum Satzgewinn.

Die Mannschaften mussten in die Verlängerung. Frankfurt holte sich die ersten beiden Punkte im Entscheidungssatz und gab diese Führung auch nicht mehr her. Durch viele Annahmefehler verabsäumten es die AlpenVolleys noch einmal heranzukommen. Beim Stand von 10:14 verwerteten die Frankfurter den ersten Matchball zum 2:3 Sieg.

Damit reißt die Heimserie der AlpenVolleys und ihnen bleibt nur ein Punkt vor den heimischen Fans. Morgen trifft der erste Verfolger, der VfB Friedrichshafen auf Deutschlands Nachwuchselite, den VCO Berlin. Sollten die „Häfler“ das morgige Spiel mit 3:0 oder 3:1 gewinnen, müssen die AlpenVolleys die Tabellenführung an den VfB abgeben. „Es sind noch zwei Runden zu spielen, es ist noch alles möglich. Der VfB muss noch zur SVG Lüneburg in der letzten Runde, und da muss man erst gewinnen“, so ein etwas enttäuschter Stefan Chrtiansky. Wer am Ende auf Platz eins in die Play-Offs geht, wird man wohl erst in der letzten Runde sagen können. Das nächste Heimspiel der AlpenVolles findet bereits nächsten Samstag um 18.00 Uhr in der Olympiahalle statt. Gegner sind die SWD powervolleys aus Düren. Es bleibt spannend.