Lehrstunde für die AlpenVolleys

Die HYPO TIROL AlpenVolleys verlieren ihr Achtelfinalspiel gegen den amtierenden Clubweltmeister Trentino Volley vor 2.500 Zuschauern klar mit 3:0 (25:16/25:19/25:21). Es war das erwartet schwere Spiel für die AlpenVolleys beim ersten Achtelfinalauftritt im CEV Cup.

Die 40 mitgereisten Fans unterstützten bereits eine Stunde vor Spielbeginn lautstark den Tabellenführer der VBL in der BLM Group Arena und freuten sich auf das Spiel, aber auch unter ihnen war klar, dass es keine leichte Aufgabe wird. Schon allein von den Budgetzahlen war die Ausgangssituation klar. Einem 4,5 Mio. Euro Budget von Trentino Volley stehen 1,5 Mio. Euro der AlpenVolleys entgegen.

Spätestens nach dem ersten Satz war klar, warum Trentino derzeit den zweiten Platz in der italienischen Superlega innehat. Beide Mannschaften begannen in der stärksten Formation. Zuviel Respekt vor der mit Stars gespickten Truppe von Trentino Volley war der Grund, weshalb der erste Satz mit 25:16 verloren ging. Erst mit einigen spektakulären Flugeinlagen von Danilo Gelinski, der kurzfristig hinter der Bande verschwand und einmaligen Annahmen von Libero Florian Ringseis wuchs das Selbstvertrauen und die AlpenVolleys begannen wieder das zu zeigen, was sie können.

Im zweiten Satz konnten die AlpenVolleys zwar bis zum 17:18 die Führung halten, aber dann erhöhte Trento die Schlagzahl und ließ nur mehr einen Punkt der AlpenVolleys zu. Damit ging auch Satz Zwei mit 25:19 an die Hausherren.

Nun begann Headcoach Stefan Chrtiansky einige Spieler zu schonen. Kirill Klets mit einem Zwicken in der Schulter, Danilo Gelinski mit einer leichten Grippe und auch Thomas Hodges waren nicht hundertprozentig fit. Und so erhielten auch Niklas Kronthaler nach seiner Bandscheibenoperation und Youngster Jonas Sagstetter ihre Einsatzzeiten.

Jetzt war es so weit: die Gäste verloren ihre Scheu und nagelten ein ums andere Mal die Bälle auf die gegnerische Seite. Die AlpenVolleys waren jetzt immer knapp am Starensemble dran und hielten sich tapfer bis zum Schluss. Dabei überzeugte auch Jonas Sagstetter mit sehr guten Angriffen. Aber es nutzte alles nichts und somit ging auch Satz Drei an die Hausherren mit 25:21.

Stefan Chrtiansky: “Wir hatten im ersten Satz wirklich die Hosen voll. Die Jungs haben ja in der Liga gezeigt, was sie können, da braucht man keine Angst zu haben, auch nicht vor dem Clubweltmeister. Aber ich habe dann die angeschlagenen Spieler gewechselt, weil wir ja in diesem Jahr noch zwei sehr schwere Spiele haben. Jetzt müssen wir noch am 23. Dezember nach Frankfurt und am 29. nach Düren. Das sind für mich die Spiele, bei denen wir alle Spieler mit 100 Prozent brauchen.”