Der König ist entthront, es lebe der Kaiser! Derbysieg!

Mit einem ungefährdeten 3:0 (19:25/23:25/22:25) Derbysieg gegen den bayrischen „Geilsten Club Der Welt“, die WWK Volleys Herrsching verteidigen die HYPO TIROL AlpenVolleys Haching die Tabellenführung in der Volleyball Bundesliga. Einmal mehr überzeugte der erst 20-jährige Russe Kirill Klets als Topscorer (20 Pkt.) und Most Valuable Player.

Das Bayernderby ist immer etwas Besonderes für die HYPO TIROL AlpenVolleys. Nicht nur wegen der Nikolaushalle und den Fans der WWK Volleys, sondern auch deshalb weil ihre beiden Sprecher die Stimmung in der Halle richtig auf den Siedepunkt bringen.

In der vergangenen Saison hatten die AlpenVolleys noch Respekt vor den Gegebenheiten. Diesmal ließen sie sich nicht beeindrucken und spielten ihr Spiel. Mit dem Erfolg gegen Meister Berlin und dem Sieg im Europacup gegen Novi Sad war das Selbstvertrauen bei der Truppe von Stefan Chrtiansky zu jedem Zeitpunkt auch für die 20 angereisten Fans der AlpenVolleys spürbar.

Der erste Satz war souverän. Schnell setzten sich die Gäste ab und behielten den Vorsprung bis zum Ende. Die Nikolaushalle, die von der Volleyball Bundesliga nur bis Ende der nächsten Saison eine Ausnahmegenehmigung hat, stellte die Akteure immer wieder vor schwierige Aufgaben. Die Hallenhöhe beträgt in der Mitte lediglich 7 Meter. Speziell bei harten Services taten sich die AlpenVolleys schwer die Annahme richtig zu dosieren, dass die Bälle nicht die Decke berührten. Libero Florian Ringseis machte aber seine Sache an diesem Abend sehr gut und auch Zuspieler Danilo Gelinski verteilte die Bälle in der richtigen Höhe.

Im zweiten Durchgang konnte sich Herrsching lange halten, aber die AlpenVolleys zeigten von der Körperspannung und vom Gesichtsausdruck, dass sie an diesem Abend als Sieger vom Feld gehen wollen. Zu keinem Zeitpunkt hatte man das Gefühl, dass die Gäste nicht gewinnen können.

Erst zum Ende des dritten Satzes merkte man die schweren Knochen und die Müdigkeit, die die intensiven Spiele in den vergangenen beiden Wochen hinterlassen haben. Die WWK Volleys Herrsching haderten im dritten Satz mit einigen Schiedsrichterleitungen. Wären diese zu Gunsten der Hausherren ausgefallen, hätte es noch einmal schwierig werden können für die AlpenVolleys. Jetzt steht einmal die Regeneration im Vordergrund.

Am kommenden Sonntag, den 16. Dezember 2018, kommt es zum Aufeinandertreffen mit dem VfB Friedrichshafen. Die Truppe von Weltmeistertrainer Vital Heynen hat nur ein Spiel bisher verloren und das in der eigenen Halle gegen Meister Berlin.

Die AlpenVolleys könnten sich mit einem Erfolg noch weiter in der Tabelle absetzen. Die vielfältigen Möglichkeiten, die die Häfler auf Grund des stark besetzten Kaders haben werden die AlpenVolleys bei ihrem Heimspiel in der BAYERNWERK Sportarena in Unterhaching vor eine schwere Aufgabe stellen.

Angst braucht man vor der Übermannschaft vom Bodensee keine zu haben. Mit dem Selbstvertrauen, das die AlpenVolleys gesammelt haben, könnte auch ein Sieg gegen den Supercupsieger möglich sein.