Wo ein Begeisterter steht, ist der Gipfel der Welt!

Das Kribbeln ist spürbar im Büro der HYPO TIROL AlpenVolleys, die Telefone laufen heiß, der Mailordner quillt über. Mit dem Erreichen des Halbfinales in der Volleyball Bundesliga stieg das Interesse in Bayern und in Tirol am grenzüberschreitenden Projekt explosiv an. Schade, dass dies erst zum Ende der Saison passiert.

Aber besser spät als gar nicht könnte man lapidar sagen. Dass man in der ersten Saison das Zuschauerinteresse trotzdem auf über 200% steigern konnte, verdankt man der erfrischenden und kreativen Spielweise der HYPO TIROL AlpenVolleys. Im Schnitt verfolgten die Heimspiele der AlpenVolleys 1.100 Zuschauer live in der Halle. Die beiden TV-Spiele auf Sport1 verfolgten im Schnitt sogar über 120.000 Zuschauer. Auch der Livestream von sportdeutschland.tv wurde von vielen genutzt um die AlpenVolleys zu sehen.

Jetzt am Höhepunkt der Premierensaison, im Halbfinale, haben es die AlpenVolleys mit einem übermächtigen Gegner zu tun. Der VfB Friedrichshafen, mehrfacher Deutscher Meister, vielfacher Pokalsieger und Champions League Sieger 2007 ist schon eine Riesennummer im Volleyball. Für die AlpenVolleys ist es also nahezu unmöglich in das Finale aufzusteigen. Unmöglich?

Am vergangenen Sonntag lieferten sich die Häfler und die AlpenVolleys einen Kampf auf Augenhöhe. Der erste Satz, und da staunten die Zuseher in der ZF Arena am Bodensee nicht schlecht, ging an den Außenseiter und Liganeuling. Im zweiten Satz brachen die AlpenVolleys etwas ein und mussten die große Klasse vom VfB anerkennen. Aber die folgenden zwei Sätze waren wieder knappe Entscheidungen. Unmöglich ist also gar nichts! Der Glaube versetzt ja bekanntlich Berge, und darin sollten die „Gipfelstürmer“ der AlpenVolleys ja geübt sein.

Alle Ziele, die man sich im Vorfeld vorgenommen hat, wurden in der ersten Spielzeit erreicht. Die Steigerung nächste Saison? Ja, die wird es geben! Es besteht noch Luft nach oben. Die Mannschaft hat es sich verdient, dass die Zuschauer nicht nur in den entscheidenden Spielen in die Halle kommen, sondern auch bei den Spielen im Grunddurchgang, Pokal und im CEV Challenge Cup. Abgesehen von Zuschauerzahlen werden die sportlichen Ziele sicher über den heurigen liegen. Marken- und Eventcharakter werden zulegen. Der Volleyballsport soll zu einem Familienevent und zu einem Erlebnis werden, das man immer wieder gerne besucht.

„Wo ein Begeisterter steht, ist der Gipfel der Welt“ sagte einst der deutsche Poet Joseph von Eichendorff. Das Credo der AlpenVolleys! Begeisterung, nicht nur beim Management, bei den Trainern und Spielern, nein auch bei den Anhängern, muss und darf die oberste Priorität in der nächsten Spielsaison sein.

Ob es am Mittwoch um 19:00 Uhr in der Olympiahalle das letzte Heimspiel der Saison für die AlpenVolleys wird? Man wird sehen! Ohne Kampf werden sich die Herren in Blau nicht geschlagen geben. Zwei Mal in dieser Saison konnte den Häflern ein Satz bereits abgenommen werden. Es wird Zeit für mehr. Und vielleicht, wenn alles perfekt läuft, gelingt die Verlängerung der „Best of Three“-Serie. Sollte aber am Mittwoch Endstation sein, dann dürfen die HYPO TIROL AlpenVolleys in ihrer ersten Saison zu Recht sagen: „Wir haben Geschichte geschrieben und haben die Faszination Volleyball im Alpenraum gelebt.“ Im Falle einer Niederlage würde der VfB Friedrichshafen in das Finale um die deutsche Meisterschaft einziehen und die AlpenVolleys dürfen sich über die Bronzemedaille freuen, die ihnen nach dem Spiel feierlich von den Verantwortlichen der Liga übergeben wird.