Volleyball Pokalfinale – oder wie aus einer Flamme ein Waldbrand wird!

Es ist kalt in Mannheim, es geht ein eisiger Wind rund um die SAP Arena.

Der Taxifahrer fragt: „Was ist hier heute für eine Veranstaltung, die Adler Mannheim (Eishockey) spielen doch heute nicht!“ Die Antwort erstaunt ihn: „DVV-Pokalfinale!“ „DVV, was ist das?“ “Ist das sein Ernst?”,  denken wir uns! Ja, ist es! Aber ok, die weitere Antwort entschädigt uns: „Das sind ja mehr Zuseher als beim Eishockey, vielleicht schau ich mir das auch einmal an!“

Es ist heiß in Mannheim, es kocht in der SAP Arena.

“Fauu efff beeee, Bisoooons Büüüühl, Deeee Esss Zehhh, Fauuu Zehhhh Weeeehh”, Nein das ist keine Fremdsprache! Das sind die ohrenbetäubenden Schlachtgesände der Fans der Pokalfinalisten. VfB Friedrichshafen und die Bisons Bühl bei den Herren und Dresdner SC und der VC Wiesbaden bei den Damen. Alles gleichzeitig. Trommelwirbel, Schlachtgesänge bereits 90 Minuten vor Spielbeginn.

Dann ist es soweit: 13:45 Uhr. 11.300 Zuschauer, Licht, Pyrotechnik, Gänsehaut, Begeisterung! Das ist Mannheim. Das ist Pokalfinale. Das ist Volleyball. Das ist Fankultur.

Das Feuer brennt nicht nur hell, nein auch extrem laut! Aber es sind nicht die Trommeln, nicht die Lautsprecher, es sind die Fans, die ihren Teams einen unvergesslichen Hexenkessel bescheren.

Und die AlpenVolleys? Mittendrinn statt nur dabei. Der Sturm hat auch unser Feuer entfacht!

Am vergangenen Wochenende durften die Verantwortlichen der HYPO TIROL AlpenVolleys einmal mehr den Stellenwert des Volleyballsports in Deutschland miterleben. Stellenwert? Hoch, aber der Gipfel ist noch lange nicht erreicht, wie es uns eben jener Taxifahrer gezeigt hat.

Die deutsche Schriftstellerin Sophie Friederike Mereau, 1770-1806 hat gesagt: „Eine nur schwache Flamme verlöscht der Sturm, hat sie schon um sich gegriffen, facht er sie nur stärker an.“

Und die Flamme hat spätestens am vergangenen Wochenende um sich gegriffen. Das Volleyballereignis des Jahres war für jeden Volleyballfan, aber auch für „Newcomer“ der Sportart ein Erlebnis. Spätestens nach diesem Fest in der Mannheimer SAP Arena sollte die Neugier auch bei all jenen geweckt worden sein, die mit dem Volleyballsport noch nicht in Berührung gekommen sind.

Die Flamme muss und darf sich weiterverbreiten und der Sturm der Begeisterung wird diese weiter anheizen, davon sind wir überzeugt.

Was auf der deutschen Seite des grenzüberschreitenden Projekts HYPO TIROL AlpenVolleys Haching schon sehr gut funktioniert, muss auch in der österreichischen Hälfte des Kooperationsvereins Einzug finden, und es wird! Seit die AlpenVolleys auch in Innsbruck in der Deutschen Volleyballbundesliga aufschlagen, konnte man eine Zuschauersteigerung von nahezu 200% erkennen. Das Potential und das Interesse sind also da. Um die Flamme aber zu einem wahren Waldbrand aufflackern zu lassen braucht es noch mehr Sturm.

Wir reden hier von „An-Sturm“. Ansturm auf die Halle und einen Sturm der Begeisterung. An dieser Stelle sind die Sportbegeisterten gefragt: Es gibt nicht nur Fußball und Eishockey in unserem Land, nein auch eine Hallensportart namens Volleyball. Dass es für diesen Sport noch viel Überzeugungsarbeit braucht, wissen auch die Verantwortlichen bei den AlpenVolleys. Und man tut auch was dafür!

Mit wenig Budget Großes schaffen! Das ist das Credo der AlpenVolleys – bis jetzt!

Nun ist es an der Zeit, dass man auch in Bayern und Tirol erkennt, dass hier etwas Großes entstehen kann. Dazu braucht es aber das Verständnis, dass Eintrittskarten etwas kosten, dass die Arbeit hinter den Kulissen ein Fulltime-Job ist, dass das Management unermüdlich daran arbeitet, den Stellenwert zu erhöhen und dass nur GEMEINSAM das Große wirklich entstehen kann.

Wir brauchen Euch, wir brauchen die Fans, wir brauchen die Begeisterung!