Bayrisches Derby war Nervensache

Es war ein Spiel auf Messers Schneide! Die Emotionen gingen richtig hoch, die Stimmung war unglaublich und die Halle war mit 1.512 Zuschauer ausverkauft.

Aber der Reihe nach:

Trotz einer frühen Führung für die AlpenVolleys gingen die Gäste mit 15:16 in die zweite technische Auszeit im ersten Satz. Beim ersten Satzball ertönte der Zillertaler Hochzeitsmarsch und die Fans in der Bayernwerk Sportarena standen auf: Stop! Sie setzten sich, sie standen auf, sie setzten sich, sie standen auf… das Spiel wiederholte sich bis zum 30:30. Beim Stand von 30:31 für die Gäste verletze sich Angreifer Bartosz Pietruczuk und musste sich verarzten lassen, dann behielt der TSV Herrsching die Nerven und sicherte sich den ersten Satz im dritten Bayernderby (30:32).

Im Satz zwei zeigten die AlpenVolleys, dass auch sie Volleyball spielen können. Mit 8:6 ging es in die erste technische Auszeit. Für den verletzten Bartosz Pietruczuk spielte nun Niklas Kronthaler, der die Annahme sichtlich stabilisierte. Aber sechs Punkte Vorsprung reichen nicht. Der TSV Herrsching arbeitete sich auf 14:13 heran, aber auch die zweite technische Auszeit ging an die AlpenVolleys mit einem 3-Punkte-Vorsprung. Es blieb spannend. Beim Stand von 23:20 nahm Stefan Chrtiansky eine taktische Auszeit Auszeit. Es kam zum Satzball beim Stand von 24:20, diesen konnten die Herrschinger noch abwehren, dennoch hieß es zum Schluss 25:22 für die Gastgeber.

Es folgten vier Punkte Rückstand bei der ersten technischen Auszeit im dritten Satz, weiter bis zum 4:10. Der verletzte Bartosz Pietruczuk kehrte überraschend mit einer Schiene am Bein zurück auf das Spielfeld. Es war eine deutlich klare Angelegenheit für den GCDW im dritten Satz. Bei den AlpenVolleys funktionierte gar nichts mehr. Den ersten Satzball verwertet der TSV Herrsching trocken zum 18:25 Satzgewinn.

Was im vierten Satz passierte war ein wahrer Nervenkitzel. Die Führung wechselte ständig aber mit einem 25:21 sichern sich die AlpenVolleys diesen Durchgang.

Im Entscheidungssatz gingen die Emotionen hoch – das war Derbystimmung pur. Nach einer fragwürdigen Entscheidung des Schiedsgerichts kassierte Headcoach Stefan Chrtiansky wegen zu heftigen Reklamierens die rote Karte, was einen einen Strafpunkt zur Folge hatte. Damit konnte sich der TSV Herrsching einen 7:8 Vorsprung beim Seitenwechsel herausholen. Aber die AlpenVolleys zeigten Moral und entschieden den fünften Satz mit 15:12 für sich. Damit bleiben zwei Punkte bei den Hausherren und schieben sich damit wieder auf den 5 Platz nach vor.

Headcoach Stefan Chrtiansky: Emotion pur. Ich habe nur ein Wort der Mannschaft zu sagen: DANKE! Nach dem ersten Satz hat Herrsching schon den 3:0 Sieg gefeiert. Mit großer Moral haben wir das Spiel gedreht. Letzte Woche gegen Düren waren wir noch unzufrieden mit 2 Punkten heute sind wir froh darüber. Dem Team gehört ein Pauschallob.”